Dienstag, 15. September
Regen -> rutschig -> Sofie rutscht aus -> Zehe verletzt -> Arzt -> Wunde nähen lassen -> 7 Tage kein Wasser, nicht viel gehen
Das hatte zur Folge, dass das letzte Wochenende - von chilenischem Essen, Avocado-Milchshake und Open-Air Kino (Der Vorleser, The Reader, El Lector) einmal abgesehen - nicht sonderlich aufregend war. "Glücklicherweise" hatte ich jedoch letzte Woche Prüfungen, sodass das "zu Hause eingesperrt sein" nicht so schlimm war, aber dennoch musste diese Woche dafür umso besser werden - und das war sie auch!
Mittwoch Abend war ich bei meinem ersten "offiziellen" AIESEC Meeting, das auch das erste Treffen für die Newies aus dem Herbstrecruitment war. Was mich wirklich überrascht hat, war, dass die Frauenquote hier bei ca. 80% liegt - vielleicht liegt das ja daran, dass das Auswahlverfahren hier weitaus härter ist als in Österreich... ;)) Lustig ist auch, dass eine Finnin, die ich letztes Jahr in Estland kennen gelernt habe, im MC (nationaler Vorstand) Puerto Rico war und die kennt hier natürlich jeder...
Am Donnerstag wurde am Campus "70 Jahre Turm der UPR" gefeiert. Aus diesem Grund wurden etliche Konzerte veranstaltet. Nach einem netten Nachmittagscafe mit einem Inder besuchte ich das Konzert der "Tuna Bardos UPR", eine Gruppe von Studenten, die in mittelalterlichen, spanischen Bardengewändern puertoricanische, südamerikanische und spanische Lieder singen bzw. spielen. Und ja, es war genauso lustig wie es klingt.
Gleich anschließend gab es ein Konzert des Unichores gemeinsam mit dem Tenor César Hernández, bei dem angefangen von Mendelssohn über "Funiculí, Funiculá" bis hin zu afrikanischen Volksliedern und spanischen Liedern aus der Romantik alles dabei war. Bei dieser Veranstaltung habe ich auch Jonathan - einen echten Pro-Amerikaner - kennengelernt. Sein Traum war es, Musiker zu werden. Schlussendlich hat er aber dann doch die Army vorgezogen - aber zumindest ist er Demokrat.
Anschließend an das Konzert waren wir noch essen und zwar so wie es sich hier (wie mir deutlich klar gemacht wurde) gehört: Der Mann sucht das Essen aus und bezahlt - keine Widerrede.
Am Freitag musste wieder einmal das größte Shopping-Center der Karibik unsicher gemacht werden, wo ich mein neues Lieblingsgeschäft entdeckt habe: Borders, ein riesiges Büchergeschäft. Es versteht sich von selbst, dass die zwei Stunden, die ich dort verbracht habe, bei weitem nicht ausreichend waren. Als ich nach Reiseführern für meine anstehenden Reisen gesucht habe, bin ich auch auf einige über Österreich gestoßen - wirklich sehr interessant (und amüsant) wie "wir Österreicher" so sind.
Am Abend fuhren Jonathan und ich nach Condado - dem High-Society Viertel San Juans, in dem man einen Ferrari neben dem anderen sieht und die Gucci und Luis Vuitton Shops zu finden sind. Dort waren wir in einem sehr schönen Restaurant und wieder durfte ich mein Essen nicht selbst aussuchen - es war bereits vorbestellt worden und war bei unserer Ankunft schon fertig. Zum Glück hatte ich am Vorabend erwähnt, dass die Garnelen hier wirklich gut sind und voilá für mich gab es mit Käse und Limette überbackene, in gegrillte Plátanos eingerollte Garnelen mit Plátanosreis. (Plátanos = Kochbananen)
Am Samstag fand ein vom Büro für internationale Beziehungen organisierter Canopy-Ausflug statt. In echten, amerikanischen Schulbussen fuhren wir in einen Dschungel außerhalb der Stadt. Nicht nur der Bus hat sehr an einen Schulausflug erinnert: Die ganze Fahrt über haben wir (inkl. Busfahrer und den Organisatoren) lauthals spanische Pop-Songs gesungen. Aber auch die Canopy-Tour selbst war sehr gut: Abseilen, Zip-Lines über tiefe Schluchten oder einfach von Baum zu Baum - wirklich sehr lustig! Anschließend gab es ein gemeinsames, typisch puertoricanisches Essen - natürlich alles auf Kosten der Uni.
Am Abend fuhr ich gemeinsam mit Anna (New York) und Terril (Texas/Kentucky) noch einmal nach Condado, da an diesem Abend dort zum letzten Mal eine puertoricanische Tanzgruppe aufgetrat. Der Moderator studiert auch an der UPR, wohnt im gegenüberliegenden Studentenwohnheim und hat uns dazu eingeladen. Anschließend gingen wir zu Starbucks. (Anna und Terril gehen hier im Schnitt vier Mal die Woche hin - sie entsprechen wirklich dem amerikanischen Klischee.) Daraufhin verbrachten wir einige Zeit an der Strandpromenade, wo Anna beschloss nicht nur ein Semester sondern gleich ein ganzes Jahr oder sogar noch länger hierzubleiben. Jetzt muss sie nur noch ihren Verlobten (sie ist 21!!) davon überzeugen, dass das eine gute Idee ist, und mit Daddy reden, dass er das Angebot, das er für ein Haus für seine Tochter in New York abgegeben hat, zurückzieht und ihr doch lieber einmal hier in Condado ein Apartment kauft...
Sonntag ist eher gemütlicher. Theoretisch habe ich ja am Montag eine Prüfung, für die man zumindest ein bisschen lernen sollte, aber mit einer 99%igen Wahscheinlichkeit wird morgen wieder einmal gestreikt. Vamos a ver...
Sonntag, 27. September 2009
Montag, 14. September 2009
Über 30°C im Land des ewigen Sommers...
... während es in Österreich ja angeblich immer kälter wird.
Letzten Donnerstag war es wieder einmal so weit: Streik. Dieses Mal blockierte die "gegnerische" Partei für 24h sämtliche Eingänge zum Campus. Und wie könnte man die Zeit wohl besser nutzen, als zum Strand zu fahren. Dort lernte ich ein sehr nettes Mädchen aus Bayamón nahe San Juan kenne. Nachdem ich klargestellt hatte, dass ich aus Österreich und nicht aus Australien komme, fand sie mich gleich noch sympatischer. Europa ist für die meisten hier etwas faszinierendes und wer noch nicht dort war, hat es zumindest noch vor. Schon allein deshalb, weil wir Schnee haben - logischerweise etwas besonderes hier.
Um noch weiter über Österreich, Europa und Puerto Rico zu tratschen - natürlich auf Spanglish - haben wir uns für Sonntag verabredet.
Doch zunächst einmal zu Samstag: Die Franzosen und ich fuhren wieder einmal in die Altstadt, um dieses Mal El Castillo del Morro - eine imposante Festung an der Küste - genauer zu erkunden.
Zunächst fuhren wir mit dem Turistenzug durch die Altstadt (sehr amüsant) und anschließend zur Festung. Gleich neben El Morro befindet sich der alte Friedhof, in dem die ersten Siedler Puerto Ricos und weiter Berühmtheiten begragen sind. Sämtliche Gräber sind aus weißem Marmor, in der Mitte befindet sich eine Kapelle mit roter Kuppel und nur wenige Meter von der Friedhofsmauer entfernt beginnt das Meer - insgesamt ein sehr schöner Anblick. Daraufhin ging es über eine Wiese, die sich optimal zum Drachensteigen eignet, zum Eingang der Festung. Nach einer kurzen Einführung in die imperialistische Geschichte der Insel und in die Entstehung der Festung durch das Museumspersonal erkundeten wir diese fast drei Stunden lang.
Wir verbrachten den restlichen Tag in der Altstadt, wo wir auch bei einer Rumverkostung mitmachten. Hier entdeckte ich auch meinen neuen Leiblingsrum: DonQ Pasión, im Optimalfall mit Piña (also Passionsfruchtrum mit Ananas)
Wir trafen auch eine Frau, die uns zirka eine halbe Stunde lang vorjammerte, wie schrecklich die Amerikaner und noch schlimmer die Regierung sind - eine Überzeugte Anhängerin der PIP (Puertoricanischen Unabhängigkeitspartei), die, wie der Name schon sagt, für eine vollständige Unabhängigkeit der Insel eintritt.
Am Abend beschlossen wir das Nightlife der Altstadt auf eigene Faust (noch besser) zu erkunden. Unser Ziel war: Mit dem letzten Zug hin und mit dem ersten wieder retour. Fast hätten wir das auch geschafft, allerdings gaben wir gegen 5 Uhr in der Früh auf und nahmen doch ein Taxi zurück.
Nachdem Puerto Rico ja einer der Geburtsorte des Reggaetóns ist, sahen wir es quasi als Pflichtprogramm an, sich das einmal genauer anzusehen. Also gingen wir in eine der "coolsten" Reggaetón-Discos, die wir aber relativ bald wieder verließen. Das, was man als karibische Krocher bezeichnen könnte, sowie zu viele Männer mit eindeutig zu hohem Testosteronspiegel haben mich zu einem definitiven Anti-Reggaetón-Fan gemacht. Daraufhin ging es in eine Salsabar, in der gerade eine hier sehr bekannte Band live spielte. Im NuYoRicanCafe wurde - was auch sonst - wieder Salsa getanzt (obwohl ich irgendwie immer schlechter als besser werde). Nach einigen abschließenden Muffins ging es wieder zurück nach Rio Piedras, um zumindest ein paar Stunden zu schlafen bevor es wieder los ging - mit Kati nach Naranjito.
Naranjito, dessen Name sich von einer Legende über einen kleinen Orangenbaum ableitet, liegt im Inneren der Insel, südwestlich von San Juan. Nachdem ich wieder einmal feststellen durfte, dass Zeit hier besonders relativ ist und es durchaus legitim ist, 40 Minuten und mehr zu spät zu kommen, fuhren Kati, ihr Freund und ich in ein kleines Dorf in Naranjito, wo ihre Familie ein Restaurant besitzt. Dieses Restaurant ist direkt über dem Rio Plata Lago gebaut. Von mehreren Terassen aus, die sich auf unterschidlichen Niveaus befinden, hat man eine traumhaften Ausblick über den See und die umliegenden Wälder.
In diesem Ort war ich die Sensation des Tages, denn auserhalb des amerikanischen Kontinents war hier noch keiner. Somit wurde ich gleich einmal allen als "das Mädchen aus Österreich" vorgestellt: dem Freund (Rafael), der Schwester des Freundes, der Freundin der Schwester des Freundes, der Mutter, vier Tanten, drei Onkeln, diversen Cousins und Cousinen und deren FreundInnen, dem Großvater, der Mutter des Exfreundes und etlichen anderen Leuten. Ich bekam eine Führung durch die ganze Gegend und brachte ihnen einige deutsche Sätze bei, allerdings ist es für spanisch-sprechende Menschen kaum möglich ein "ch" auszusprechen. Es musste auch geklärt werden, dass die Sprache "Österreichisch" inexistent ist und dass wir wirklich Deutsch sprechen. Auch das Gerücht, dass man in Deutschland (und anscheinend dann auch logischerweise in Österreich) zum Frühstück prinzipiell Bier trinkt, wurde ausgeräumt und weiters klargestellt, dass der Hitler-Gruß in Europa nicht ganz so beliebt ist. Ich erlebte auch zum ersten Mal einen noch stärkeren und noch authentischeren puertoricanischen Slang. Französischen Siedlern ist es zu verdanken, dass Puerto Rico die einzige spanischsprachige Region ist, in der man das "r" in manchen Fällen als "l" ausspricht. Eine weitere Erschwerung - aber: Es wird, es wird...
Daraufhin sollte ich auch unbedingt mit Angeln gehen - leider ohne großen Erfolg. (Und das lag sicher an der Angel und nicht an mir!) Das Essen war - wie angekündigt - traumhaft und durch und durch puertoricanisch! Vor allem das berühmte Dessert "Tres leches" (in meinem Fall natürlich "de chocolate") ist genauso gut wie es ungesund ist - und es ist sehr, sehr ungesund.
Nachdem ich hundert Mal versichert hatte, dass ich wieder einmal komme, fuhren wir noch zu einem von Rafaels Freunden. Dort waren alle von "I am from Austria" begeistert und sie haben prompt beschlossen, nächsten Sommer nach Österreich zu reisen - mal sehen...
Ziemlich spät ging es dann wieder zurück, um endlich einmal auszuschlafen...
Letzten Donnerstag war es wieder einmal so weit: Streik. Dieses Mal blockierte die "gegnerische" Partei für 24h sämtliche Eingänge zum Campus. Und wie könnte man die Zeit wohl besser nutzen, als zum Strand zu fahren. Dort lernte ich ein sehr nettes Mädchen aus Bayamón nahe San Juan kenne. Nachdem ich klargestellt hatte, dass ich aus Österreich und nicht aus Australien komme, fand sie mich gleich noch sympatischer. Europa ist für die meisten hier etwas faszinierendes und wer noch nicht dort war, hat es zumindest noch vor. Schon allein deshalb, weil wir Schnee haben - logischerweise etwas besonderes hier.
Um noch weiter über Österreich, Europa und Puerto Rico zu tratschen - natürlich auf Spanglish - haben wir uns für Sonntag verabredet.
Doch zunächst einmal zu Samstag: Die Franzosen und ich fuhren wieder einmal in die Altstadt, um dieses Mal El Castillo del Morro - eine imposante Festung an der Küste - genauer zu erkunden.
Zunächst fuhren wir mit dem Turistenzug durch die Altstadt (sehr amüsant) und anschließend zur Festung. Gleich neben El Morro befindet sich der alte Friedhof, in dem die ersten Siedler Puerto Ricos und weiter Berühmtheiten begragen sind. Sämtliche Gräber sind aus weißem Marmor, in der Mitte befindet sich eine Kapelle mit roter Kuppel und nur wenige Meter von der Friedhofsmauer entfernt beginnt das Meer - insgesamt ein sehr schöner Anblick. Daraufhin ging es über eine Wiese, die sich optimal zum Drachensteigen eignet, zum Eingang der Festung. Nach einer kurzen Einführung in die imperialistische Geschichte der Insel und in die Entstehung der Festung durch das Museumspersonal erkundeten wir diese fast drei Stunden lang.
Wir verbrachten den restlichen Tag in der Altstadt, wo wir auch bei einer Rumverkostung mitmachten. Hier entdeckte ich auch meinen neuen Leiblingsrum: DonQ Pasión, im Optimalfall mit Piña (also Passionsfruchtrum mit Ananas)
Wir trafen auch eine Frau, die uns zirka eine halbe Stunde lang vorjammerte, wie schrecklich die Amerikaner und noch schlimmer die Regierung sind - eine Überzeugte Anhängerin der PIP (Puertoricanischen Unabhängigkeitspartei), die, wie der Name schon sagt, für eine vollständige Unabhängigkeit der Insel eintritt.
Am Abend beschlossen wir das Nightlife der Altstadt auf eigene Faust (noch besser) zu erkunden. Unser Ziel war: Mit dem letzten Zug hin und mit dem ersten wieder retour. Fast hätten wir das auch geschafft, allerdings gaben wir gegen 5 Uhr in der Früh auf und nahmen doch ein Taxi zurück.
Nachdem Puerto Rico ja einer der Geburtsorte des Reggaetóns ist, sahen wir es quasi als Pflichtprogramm an, sich das einmal genauer anzusehen. Also gingen wir in eine der "coolsten" Reggaetón-Discos, die wir aber relativ bald wieder verließen. Das, was man als karibische Krocher bezeichnen könnte, sowie zu viele Männer mit eindeutig zu hohem Testosteronspiegel haben mich zu einem definitiven Anti-Reggaetón-Fan gemacht. Daraufhin ging es in eine Salsabar, in der gerade eine hier sehr bekannte Band live spielte. Im NuYoRicanCafe wurde - was auch sonst - wieder Salsa getanzt (obwohl ich irgendwie immer schlechter als besser werde). Nach einigen abschließenden Muffins ging es wieder zurück nach Rio Piedras, um zumindest ein paar Stunden zu schlafen bevor es wieder los ging - mit Kati nach Naranjito.
Naranjito, dessen Name sich von einer Legende über einen kleinen Orangenbaum ableitet, liegt im Inneren der Insel, südwestlich von San Juan. Nachdem ich wieder einmal feststellen durfte, dass Zeit hier besonders relativ ist und es durchaus legitim ist, 40 Minuten und mehr zu spät zu kommen, fuhren Kati, ihr Freund und ich in ein kleines Dorf in Naranjito, wo ihre Familie ein Restaurant besitzt. Dieses Restaurant ist direkt über dem Rio Plata Lago gebaut. Von mehreren Terassen aus, die sich auf unterschidlichen Niveaus befinden, hat man eine traumhaften Ausblick über den See und die umliegenden Wälder.
In diesem Ort war ich die Sensation des Tages, denn auserhalb des amerikanischen Kontinents war hier noch keiner. Somit wurde ich gleich einmal allen als "das Mädchen aus Österreich" vorgestellt: dem Freund (Rafael), der Schwester des Freundes, der Freundin der Schwester des Freundes, der Mutter, vier Tanten, drei Onkeln, diversen Cousins und Cousinen und deren FreundInnen, dem Großvater, der Mutter des Exfreundes und etlichen anderen Leuten. Ich bekam eine Führung durch die ganze Gegend und brachte ihnen einige deutsche Sätze bei, allerdings ist es für spanisch-sprechende Menschen kaum möglich ein "ch" auszusprechen. Es musste auch geklärt werden, dass die Sprache "Österreichisch" inexistent ist und dass wir wirklich Deutsch sprechen. Auch das Gerücht, dass man in Deutschland (und anscheinend dann auch logischerweise in Österreich) zum Frühstück prinzipiell Bier trinkt, wurde ausgeräumt und weiters klargestellt, dass der Hitler-Gruß in Europa nicht ganz so beliebt ist. Ich erlebte auch zum ersten Mal einen noch stärkeren und noch authentischeren puertoricanischen Slang. Französischen Siedlern ist es zu verdanken, dass Puerto Rico die einzige spanischsprachige Region ist, in der man das "r" in manchen Fällen als "l" ausspricht. Eine weitere Erschwerung - aber: Es wird, es wird...
Daraufhin sollte ich auch unbedingt mit Angeln gehen - leider ohne großen Erfolg. (Und das lag sicher an der Angel und nicht an mir!) Das Essen war - wie angekündigt - traumhaft und durch und durch puertoricanisch! Vor allem das berühmte Dessert "Tres leches" (in meinem Fall natürlich "de chocolate") ist genauso gut wie es ungesund ist - und es ist sehr, sehr ungesund.
Nachdem ich hundert Mal versichert hatte, dass ich wieder einmal komme, fuhren wir noch zu einem von Rafaels Freunden. Dort waren alle von "I am from Austria" begeistert und sie haben prompt beschlossen, nächsten Sommer nach Österreich zu reisen - mal sehen...
Ziemlich spät ging es dann wieder zurück, um endlich einmal auszuschlafen...
Montag, 7. September 2009
Cabo Rojo - Viertägiger Ausflug an das andere Ende meiner Insel
Die letzte Woche verlief - wie mir mein Spanischprofessor versichterte - richtig puertoricanisch: Am Mittwoch streikte das gesamte Unipersonal. Offiziell zwar nur bis 12 Uhr, nachdem aber die Studenten es nicht für notwendig hielten, zur Uni zu kommen, entfiel eigentlich der ganze Tag.
Ein ähnliches Bild am Donnerstag: Um zwei Uhr nachmittags ist Unterrichtsschluss, da eine Sturmwarnung für die gesamte Insel ausgegeben wurde. "Erica" war auf dem Weg. Im Studentenheim wurden überall Zettel aufgehäng und verteilt: Man soll genug Wasser kaufen, eine Taschenlampe und ein Erste-Hilfe-Set parat haben und eine Tasche mit Kleidung, Schuhen und den wichtigsten Dokumenten für den Fall einer Evakuation packen. Übertriebende Panikmache - selbst für das National Hurrican Center in Miami war Erica nichts besonderes. Aber Sturmwarnung ist nun mal Sturmwarnung. Und das heißt vor allem, dass Schulen und Unis geschlossen bleiben und der größte Teil der Bevölkerung nicht arbeiten muss.
Nachdem es sich Erica aber schließlich doch anders überlegte, sich in den südlichen Teil der Insel zurückzog und deutlich an Stärke verlor, hielt gegen Abend hin wieder das normale Leben Einzug.
Am Freitag Nachmittag ging es schließlich nach Cabo Rojo.
Dort haben wir zu acht (Arturo, Cristina und Eddie aus Puerto Rico, Mathilde, Elodie, Nicole und Anne-Sophie aus Frankreich und ich) ein Haus gemietet - inkl. Dachterasse, Hollywood-Schaukel und Pool!
Am Freitag Abend wurde der Ort - ein beliebtes Uralubsziel für Einheimische - erkundet. In einer Bar, die richtig dem Karibikimage enspricht, wurde gegessen, bis der Regen dem ganzen vorzeitig ein Ende bereitete. (Erica war ja blöderweise in den Süden weitergezogen.)
Am nächsten Tag fuhren wir zum berühmten Leuchttum von Cabo Rojo - dem Faro. Leider hatte es die ganze Nacht durchgeregnet, was der unbefestigten Straße nicht gerade gut getan hat. Da es allerdings nur diesen einen Weg zum Faro gibt, mussten wir eben immer wieder großen Seen und Schlammmulden ausweichen.
Doch die Mühe hat sich gelohnt: Im Faro gibt es zirka 100 Ausgaben von Homers Odyssee in verschiedenen Sprachen, die zum Schmökern bereit liegen.
Das Faro befindet sich direkt an einer felsigen Steilküste. Der Ausblick ist unglaublich und wir haben sogar einen Orka im Meer gesehen, allerdings war ich zum Fotografieren etwas zu langsam und er wollte einfach nicht noch einmal auftauchen.
Am Sonntag verbrachten wir den größten Teil des Tages am Strand. Am Abend fuhren wir nach Joyuda. Wir aßen in einem Restaurant, dessen Terrasse über dem Meer gebaut ist und in dem man die Fische, die man später am Teller hat, noch direkt vom Tisch aus im Meer beobachten kann.
Am Montag ging sich leider nur noch Pool-Baden aus, bevor wir wieder nach quer durch die Insel nach San Juan fuhren.
Ein ähnliches Bild am Donnerstag: Um zwei Uhr nachmittags ist Unterrichtsschluss, da eine Sturmwarnung für die gesamte Insel ausgegeben wurde. "Erica" war auf dem Weg. Im Studentenheim wurden überall Zettel aufgehäng und verteilt: Man soll genug Wasser kaufen, eine Taschenlampe und ein Erste-Hilfe-Set parat haben und eine Tasche mit Kleidung, Schuhen und den wichtigsten Dokumenten für den Fall einer Evakuation packen. Übertriebende Panikmache - selbst für das National Hurrican Center in Miami war Erica nichts besonderes. Aber Sturmwarnung ist nun mal Sturmwarnung. Und das heißt vor allem, dass Schulen und Unis geschlossen bleiben und der größte Teil der Bevölkerung nicht arbeiten muss.
Nachdem es sich Erica aber schließlich doch anders überlegte, sich in den südlichen Teil der Insel zurückzog und deutlich an Stärke verlor, hielt gegen Abend hin wieder das normale Leben Einzug.
Am Freitag Nachmittag ging es schließlich nach Cabo Rojo.
Dort haben wir zu acht (Arturo, Cristina und Eddie aus Puerto Rico, Mathilde, Elodie, Nicole und Anne-Sophie aus Frankreich und ich) ein Haus gemietet - inkl. Dachterasse, Hollywood-Schaukel und Pool!
Am Freitag Abend wurde der Ort - ein beliebtes Uralubsziel für Einheimische - erkundet. In einer Bar, die richtig dem Karibikimage enspricht, wurde gegessen, bis der Regen dem ganzen vorzeitig ein Ende bereitete. (Erica war ja blöderweise in den Süden weitergezogen.)
Am nächsten Tag fuhren wir zum berühmten Leuchttum von Cabo Rojo - dem Faro. Leider hatte es die ganze Nacht durchgeregnet, was der unbefestigten Straße nicht gerade gut getan hat. Da es allerdings nur diesen einen Weg zum Faro gibt, mussten wir eben immer wieder großen Seen und Schlammmulden ausweichen.
Doch die Mühe hat sich gelohnt: Im Faro gibt es zirka 100 Ausgaben von Homers Odyssee in verschiedenen Sprachen, die zum Schmökern bereit liegen.
Das Faro befindet sich direkt an einer felsigen Steilküste. Der Ausblick ist unglaublich und wir haben sogar einen Orka im Meer gesehen, allerdings war ich zum Fotografieren etwas zu langsam und er wollte einfach nicht noch einmal auftauchen.
Spaziert man etwas weiter gelangt man zu einem der schönsten Strände in Puerto Rico. Playa Sucio ist ein in einer kleinen Bucht gelegener, schmaler Strand mit türkisem Wasser und weißem Strand. Der Playa Sucio trennt das Meer und die dahinter gelegene Lagune (siehe Bild).
Dort verbrachten wir den restlichen Tag, wo ich auch mit mäßigem Erfolg versuchte den anderen "Stille Nacht" auf Deutsch beizubringen.
Am Abend fuhren wir - nach einer Schminksession durch Cristina (sie ließ sich nicht davon abhalten) - nach Mayagüez. Auf ein sehr gutes Abendessen im "Don Quijote" folgte ein Sightseeingspaziergang. Danach gingen wir in eine Bar, in der gerade das Basketballspiel Puerto Rico-Argentinien übertragen wurde. Schließlich fand gerade FIBA Americas Championship 2009 in Puerto Rico statt. Puerto Rico hat gewonne und zog damit ins Finale ein, das am Sonntag ausgetragen wurde. Leider unterlag Puerto Rico im Endspiel Brasilien. Aber dennoch sorgte ein zweiter Platz für eine sehr gute Stimmung.Am Sonntag verbrachten wir den größten Teil des Tages am Strand. Am Abend fuhren wir nach Joyuda. Wir aßen in einem Restaurant, dessen Terrasse über dem Meer gebaut ist und in dem man die Fische, die man später am Teller hat, noch direkt vom Tisch aus im Meer beobachten kann.
Am Montag ging sich leider nur noch Pool-Baden aus, bevor wir wieder nach quer durch die Insel nach San Juan fuhren.
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