Ein ähnliches Bild am Donnerstag: Um zwei Uhr nachmittags ist Unterrichtsschluss, da eine Sturmwarnung für die gesamte Insel ausgegeben wurde. "Erica" war auf dem Weg. Im Studentenheim wurden überall Zettel aufgehäng und verteilt: Man soll genug Wasser kaufen, eine Taschenlampe und ein Erste-Hilfe-Set parat haben und eine Tasche mit Kleidung, Schuhen und den wichtigsten Dokumenten für den Fall einer Evakuation packen. Übertriebende Panikmache - selbst für das National Hurrican Center in Miami war Erica nichts besonderes. Aber Sturmwarnung ist nun mal Sturmwarnung. Und das heißt vor allem, dass Schulen und Unis geschlossen bleiben und der größte Teil der Bevölkerung nicht arbeiten muss.
Nachdem es sich Erica aber schließlich doch anders überlegte, sich in den südlichen Teil der Insel zurückzog und deutlich an Stärke verlor, hielt gegen Abend hin wieder das normale Leben Einzug.
Am Freitag Nachmittag ging es schließlich nach Cabo Rojo.
Dort haben wir zu acht (Arturo, Cristina und Eddie aus Puerto Rico, Mathilde, Elodie, Nicole und Anne-Sophie aus Frankreich und ich) ein Haus gemietet - inkl. Dachterasse, Hollywood-Schaukel und Pool!
Am Freitag Abend wurde der Ort - ein beliebtes Uralubsziel für Einheimische - erkundet. In einer Bar, die richtig dem Karibikimage enspricht, wurde gegessen, bis der Regen dem ganzen vorzeitig ein Ende bereitete. (Erica war ja blöderweise in den Süden weitergezogen.)
Am nächsten Tag fuhren wir zum berühmten Leuchttum von Cabo Rojo - dem Faro. Leider hatte es die ganze Nacht durchgeregnet, was der unbefestigten Straße nicht gerade gut getan hat. Da es allerdings nur diesen einen Weg zum Faro gibt, mussten wir eben immer wieder großen Seen und Schlammmulden ausweichen.
Doch die Mühe hat sich gelohnt: Im Faro gibt es zirka 100 Ausgaben von Homers Odyssee in verschiedenen Sprachen, die zum Schmökern bereit liegen.
Das Faro befindet sich direkt an einer felsigen Steilküste. Der Ausblick ist unglaublich und wir haben sogar einen Orka im Meer gesehen, allerdings war ich zum Fotografieren etwas zu langsam und er wollte einfach nicht noch einmal auftauchen.
Spaziert man etwas weiter gelangt man zu einem der schönsten Strände in Puerto Rico. Playa Sucio ist ein in einer kleinen Bucht gelegener, schmaler Strand mit türkisem Wasser und weißem Strand. Der Playa Sucio trennt das Meer und die dahinter gelegene Lagune (siehe Bild).
Dort verbrachten wir den restlichen Tag, wo ich auch mit mäßigem Erfolg versuchte den anderen "Stille Nacht" auf Deutsch beizubringen.
Am Abend fuhren wir - nach einer Schminksession durch Cristina (sie ließ sich nicht davon abhalten) - nach Mayagüez. Auf ein sehr gutes Abendessen im "Don Quijote" folgte ein Sightseeingspaziergang. Danach gingen wir in eine Bar, in der gerade das Basketballspiel Puerto Rico-Argentinien übertragen wurde. Schließlich fand gerade FIBA Americas Championship 2009 in Puerto Rico statt. Puerto Rico hat gewonne und zog damit ins Finale ein, das am Sonntag ausgetragen wurde. Leider unterlag Puerto Rico im Endspiel Brasilien. Aber dennoch sorgte ein zweiter Platz für eine sehr gute Stimmung.Am Sonntag verbrachten wir den größten Teil des Tages am Strand. Am Abend fuhren wir nach Joyuda. Wir aßen in einem Restaurant, dessen Terrasse über dem Meer gebaut ist und in dem man die Fische, die man später am Teller hat, noch direkt vom Tisch aus im Meer beobachten kann.
Am Montag ging sich leider nur noch Pool-Baden aus, bevor wir wieder nach quer durch die Insel nach San Juan fuhren.



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